Jede Zelle meines Körpers ist glücklich…

Jede Zelle meines Körpers ist glücklich…

Hallo ihr Lieben,

mehr und mehr werde ich darin bestätigt, dass man sich so wenig Gedanken wie möglich darüber machen sollte was man wie läuft. Man sollte einfach laufen, der Moment gibt dir vor was richtig ist.

Ganz so blauäugig sollte man selbstverständlich nicht ins Werk gehen. Ein gewisses Grundgerüst als Baustein zum Erfolg ist unumgänglich. Wo keine Läufe, da Lächeln. Auch ich halte mich an Vorgaben, aber die sind nur ein Samenkorn. Ich habe den Plan 2- 5 mal in der Woche laufen zu gehen. Das war es. Einer sollte etwas länger sein, aber das war es dann wirklich.

Mir beschert das eine ungeahnte Freiheit im Kopf. Eine Freiheit die ich benötige um glücklich zu laufen. Ich möchte nicht dem Zwang unterliegen eine bestimmte Einheit laufen zu müssen und trotzdem laufe ich alles was benötigt wird um auf meinem Leistungsstand für mich erfolgreich zu sein. Eine erste Bestätigung darüber, dass das funktioniert erhielt ich schon Anfang Januar zum Leipziger Brückenlauf. Ich konnte hier eine Zeit laufen die ich zu diesem Zeitpunkt noch für unmöglich hielt. Und ich werde an diesem Konzept auf Wettkämpfe hin zu trainieren festhalten. Ich werde mich auch auf den Halbmarathon am 09. April in Leipzig so vorbereiten und es wird funktionieren.

Eigentlich wollte ich hier auf die letzte Woche des Laufens hinaus. Denn da habe ich es genauso zelebriert und ich hatte eine Freude am Laufen die ich lange nicht gespürt habe, was nicht heißen soll, dass mir alle anderen Laufe keinen Spaß machen, aber bei diesen drei Einheiten kam noch das Quäntchen obendrauf, das die Fugen zum perfekten Läuferglück gefüllt haben.

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Das einzige was in Stein gemeißelt stand, dass ich unbedingt im Gelände laufen wollte. Das konnte ich monatelang nicht. Ich muss hier auch fairerweise erwähnen, dass sämtliche Randbedingungen dem absoluten Laufvergnügen in die Karten spielten. Ich hatte das Glück tagsüber laufen gehen zu dürfen. Die Sonne schien und zauberte Temperaturen zwischen 6 und 12 Grad. Schnee und Eis waren auch in schattigen Stellen im Wald weitestgehend getaut. Einzig durch den Matsch musste ich mich wühlen, aber das war ein Vergnügen. Kalte Füße hatte ich trotz spärlichem Fußwerk keine.

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Außerdem folgte ich streng dem Motto #buntisbetter was schon beim einsteigen in die Laufsachen gute Laune verbreitet. Im Vlog spreche ich es kurz an. Eventuell folgt in der Zukunft mal noch ein Artikel darüber. Gedanken schwirren auf jeden Fall im Kopf.

Musste ich am ersten Tag noch lange Hosen und ein Jäckchen tragen, durften es bei der darauffolgenden Einheit schon die kurzen Hosen sein. Die Jacke wich einem Longsleeve. Frühling Anfang Februar.

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Das ich zwei Einheiten an zwei aufeinander folgenden Tagen laufen wollte war ein spontanes Experiment. Aber es fühlte sich richtig an, geplant war es nicht. Wenn ich auch nach den beiden Tagen und insgesamt 18 Kilometern Sehnen, Knöchel, Füße deutlich spürte. Aber es waren “Schmerzen” die ich zuordnen konnte, die mir ein Lächeln ins Gesicht zeichneten. Zeugten sie doch von Erlebnissen die lange in meinem Kopf gemeißelt sind. Ich saß auf dem Sofa, die Füße waren herrlich durchblutet, kribbelten und erzählten mir die Geschichte von diesem glücklichen Laufen auf Repeat.

Ich durchlebte jede Wurzel, jeden Stein, jeden Ast, jede Unebenheit nochmal. Bekam schon beim Gedanken an das Wühlen im Schlamm Herzklopfen. Ich dachte an den spontanen Treppenlauf zum Ende des ersten Tages, an die Temporunde am folgenden Tag.

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Trotzdem siegte auch in dieser Woche Vernunft über eventuelle Niederlage und ich strich eine im Hinterkopf festgewachsene Einheit am Samstagabend. Durch zusätzliches Spinning und Kraftsport sind meine Beine in letzter Zeit viel und ausdauernd beansprucht wurden. Ich wollte keinesfalls etwas riskieren, da am Sonntag der längere Lauf anstehen durfte.

Auch hier schmiss ich mich voller Vorfreude und höchsten Erwartungen ins Gelände und wollte eine Runde um den naheliegenden Kulkwitzer See laufen und noch einige Wurzeln begrüßen, hier und da noch eine Schleife einbauen um am Ende auf die Kilometer zu kommen. Verheißungsvoll war das Wetter, die Laune auf dem Höchstpunkt und alle Systeme auf “GO”.

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Ich merkte dann beim Laufen im Wald deutlich, dass ich die Füße nicht überbelasten sollte und verabschiedete mich recht schnell von Stock und Stein. Also genoss ich die Stimmung am See, umkurvte jede Menge Spaziergänger und ließ es so schnell laufen wie es sich für mich gut anfühlte. Ich beendete diesen Tag mit weiteren 14 Kilometern.

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Ich hatte so beim gemütlichen Laufen die Zeit kurz Vergangenes zu analysieren und zu schauen wo ich eigentlich stehe. Mir fällt es mittlerweile wieder relativ leicht eine bestimmtes Tempo auf längere Zeit zu halten. Ich kann eine Pace zwischen 05:30 und 05:40 als mein Wohlfühltempo bezeichnen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Leistungskurve steil nach oben zeigt. Mein läuferischer Zenit scheint noch lange nicht erreicht. Alles was ich tue fühlt sich gut und richtig an. Ich höre in mich hinein, entscheide intuitiv. Für mich ist das der richtige Weg.

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Ich bin mittlerweile auch an dem Punkt angekommen an dem ich sagen kann, dass dieses Barfußlaufen geglückt ist. Es begann im Sommer 2016 als Experiment und katapultierte mich zurück ins Leben mit laufen. Der Strohhalm den ich ergriff erwies sich als haltbar und wird nun mit voller Achtsamkeit gehegt und gepflegt.

Ich werde noch viele schöne Stunden, Tage, Wochen, Jahre im Flugmodus verbringen, werde hart und härter trainieren, aber zu meinen Bedingungen, so wie ich es möchte.

Danke für alles.

Viele liebe Grüße, eure schnellen Beine.

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8 Gedanken zu “Jede Zelle meines Körpers ist glücklich…

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