Mein MBSR nach Jon Kabat-Zinn – Wochen 7 + 8, Schlussfazit

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Mein MBSR nach Jon Kabat-Zinn –

Wochen 7 + 8, Schlussfazit

8 Wochen MBSR-Kurs sind geschafft. Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass ich so gut über die Zeit komme. Nicht einmal kam ein “Was soll das eigentlich?” oder “Bringt doch eh nix.” Gefühl auf – auch wenn es an manchen Tagen so lala funktioniert hat. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung diesen Weg zu gehen. Am Ende dazu noch mehr.

Wie waren aber die letzten beiden Wochen?

Es sind keine neuen Meditationsarten hinzugekommen. Allerdings sollte man in Woche 8 die Meditation der liebenden Güte ausprobieren. Das habe ich aber nicht bzw. noch nicht getan.

Kurz und knapp beschrieben geht es darum sich selbst, Menschen im familiären (z.B Ehefrau) und näheren Umfeld (z.B. Chef), Menschen die man nur flüchtig kennt (z.B. Nachbarn) in die Meditation einzubeziehen. Man sollte reflektieren und wahrnehmen wie es den Menschen geht oder gehen könnte. Wie man ihnen gegenübertreten könnte. Vielleicht hat man mit einem von ihnen Streit gehabt und ist zornig auseinander gegangen. Man sollte wahrnehmen wie es dem Gegenüber in dieser Situation gegangen sein könnte. Oder wie geht es zum Beispiel dem Nachbarn, den man nur flüchtig kennt. Welche Bedürfnisse hat er? Was könnte in ihm vorgehen? Man spricht sich und den Menschen wohlwollende Worte zu. (z.B. “Möge ich glücklich sein” oder auch angewandt auf Personen im Umfeld “Möge er/ sie glücklich sein.)

Besser erklärt findet ihr das hier noch mal.

In Woche 7 konnte man sich die 45 Minuten einteilen wie man Lust hatte. Entweder 20 Minuten Yoga, 10 Minuten Body-Scan, 15 Minuten Sitzmeditation, wie man wollte, Hauptsache die Minutenzahl wurde eingehalten. Habe ich auch so praktiziert und einen guten täglichen Mix reingebracht.

Woche 8 sollte man so gestalten wie man es dann auch im weiterführenden Alltag tun möchte. Es war auch keine Zeitvorgabe mehr gesetzt. Die letzte Woche fiel noch genau in meinen Urlaub. Somit war genug Zeit um sich Lücken für den MBRS- Kurs zu schaffen.

Ich habe mir die Zeit auf den Tag verteilt, allerdings keine 45 Minuten mehr, die möchte ich auch nicht weiterführen. Ich habe die letzten Tage das Kurses hauptsächlich mit Body-Scan und Sitzmeditation verbracht, aber nie mehr wie 15 Minuten täglich.

Mein abschließendes Fazit zu diesem Kurs und zu den letzten 8 Wochen.

Es benötigt viel Zeit. Die muss man erstmal finden. Ich denke, dass würde einige davon abhalten in den Kurs einzusteigen. Für mich persönlich ließ sich das allerdings leicht umsetzen. Ich habe für diese Wochen einfach den Miracle Morning angepasst. Allerdings kann man auch anstatt der 45 Minuten einfach reduzieren, auch wenn das nicht empfohlen wird. 10 Minuten Meditation/ Achtsamkeit sind besser als nix. Ich empfehle, wer diesen Kurs mal anstreben sollte, auf spezielle CDs zurückzugreifen, mir haben sie sehr geholfen.

Ansonsten sind die 8 Wochen wie im Fluge vergangen und ich habe mich jedesmal auf’s neue auf die meditative Zeit gefreut. Ich habe auch so gut es ging versucht achtsam durch den Alltag zu gehen. Öfter mal durchzuatmen, runterzufahren, stressige Situationen gelassener zu sehen und sie mit Ruhe und Bedacht zu bewältigen. Ich habe auch versucht komplett vorurteilsfrei Personen, Begegnungen, Gegebenheiten gegenüberzutreten, ohne diese im Vorfeld zu bewerten oder zu kommentieren. Das hat, zu meiner Überraschung, gut funktioniert. Anstatt mich über Dinge die ich eh nicht ändern kann zu beschweren und zu wettern, habe ich durchgeatmet, sie genommen wie sie waren und durchlebt. Das hat mich alles in allem zu einer ruhigeren Person werden lassen – zumindest habe ich das Gefühl. Mein näheres Umfeld bestätigt das auch. Ich kann besser abschalten, nehme mir nicht alle Probleme sofort an, kann mich besser konzentrieren. Das alles schlägt sich auf’s Gemüt und lässt fröhlicher, entspannter, achtsamer durchs Leben gehen.

Ich kann jedem raten, der mit sich hadert, schlecht abschalten kann, stressige Situationen zu bewältigen hat, mit sonstigen Problemen zu kämpfen hat, mit Meditation zu beginnen. Das ganze kann man im Laufe der Zeit auch ausweiten auf körperliche Störungen, wie oben beschrieben, andere Personen usw. Man lernt besser damit mit sich und seinem Umfeld umzugehen, mit sich ins Reine zu kommen. Ob es allerdings dieser Kurs sein muss, dass lässt sich schlecht bewerten – mir hat er geholfen.

Das hier noch weiter auszuführen würde den Rahmen sprengen. Wer sich dafür interessiert, einfach die Suchmaschinen bemühen.

Mir hat die Achtsamkeits-Meditation geholfen und ich werde diese Art weiterleben, noch mehr in den Alltag integrieren und möglichst jeden Tag mindestens 15 Minuten meditieren.

Viele achtsame Grüße, Eric. 🙂

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1 Kommentar zu „Mein MBSR nach Jon Kabat-Zinn – Wochen 7 + 8, Schlussfazit“

  1. Ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und finde deine mbsr-Berichte sehr interessant. Ich mache derzeit ein ähnliches Programm (mbct), das speziell gegen Depressionen wirkt und womit ich nach kurzer Zeit ebenfalls sehr gute Erfahrungen mache. Ich kann mich dem anschließen, dass Meditation sehr gut gegen Stress und negative Stimmung wirkt. Alles Gute für dich!

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