theraband decathlon knoten

Test – Elastikband von „Decathlon“

Unter der Lupe

Testbericht – Elastikband von “Decathlon” (Latexband, Theraband)

Die Geschichte des Theraband

Am Anfang stand ein Zufall: Ende der Siebzigerjahre „entdeckten“ Therapeuten das Theraband. Bei einer Betriebsbesichtigung zeigte ihnen der Führer Kofferdam, ein Band aus Latex, das Zahnärzte benutzen. Die Therapeuten erkannten den Wert der Dehneigenschaften und setzten das Theraband fortan für die Krankengymnastik ein.

Mehr dazu findet ihr HIER. Außerdem Pflegehinweise und Tipps für das Training.

Die Vorgeschichte

Auf Grund meiner Verletzung habe ich Krankengymnastik verschrieben bekommen. Hier bin ich zum ersten mal mit Therabändern in Berührung gekommen. Ich muss zugeben, ich hatte diese bis zu jenem Zeitpunkt belächelt und als “Krankending” abgetan. “Ich stemme kiloweise Gewichte im Studio. Was will ich denn mit so ollen Bändern.” Ich musste mich, glücklicherweise, eines besseren belehren lassen. Schon nach der ersten Behandlung auf der Matte des Physiotherapeuten hatte ich Muskelkater an Stellen, die ich vorher wohl nur bedingt bzw. anders trainiert hatte. Und damit ich so schnell wie möglich den Weg zurück auf die Straße finde, bin ich nicht drumherum gekommen mir ein paar Therabänder zu ordern, damit ich diese Übungen auch Zuhause machen kann.

Und schon begann das Problem: Eine Suche bei Google später, war ich mehr verwirrt als aufgeklärt. Kurz gesagt – Man sieht den Wald vor lauter Bändern nicht. Es ist der schiere Wahnsinn wie viele davon auf dem Markt angeboten werden. Einzeln oder auf der Rolle (zum selbst abschneiden), von Kiloangaben zwischen 2,5kg und 37kg habe ich alles gefunden – schmal, dünn, dick, rot, blau, gelb – alle Töne und Stärken vertreten. Die Farben haben allerdings ihre Daseinsberechtigung, können sich aber von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Hinzu kommt noch eine enorme Preisspanne die von 3,99 Euro bis ins unermessliche steigen kann. Ich war komplett überfordert.

Glücklicherweise bin ich nicht allein auf weiter Flur und holte mir Rat in der weiten Welt der Community. Einen Tweet später und ich war zumindest auf dem richtigen Pfad. Ich konnte hier auf die kompetente Hilfe von @sebastianrennt zurückgreifen, der mir unter anderem die Therabänder von “Decathlon” ans Herz legte, da er sie auch selbst in Nutzung hat. Ich danke auch allen anderen Usern die mir diverse Beispiele nannten.

Ich möchte euch hier kurz vorstellen was ihr von “Decathlon” bekommt, wie der erste Eindruck ist und wie kompliziert oder unkompliziert die Abwicklung war.

Die Abwicklung

Ich habe mir die Therabänder im Internet bestellt. Wir haben zwar einen Decathlon-Store hier in Leipzig, aber die Bequemlichkeit siegte. Ich musste ein wenig suchen und fand sie dann unter der Rubrik “Yoga”. „Decathlon“ bietet 3 verschiedene Stärken an – am Stück,  nicht zum selbst zuschneiden. Im Shop heißen sie ”Elastikband”. Die Maße sind mit 170cm x 15cm angegeben. 

“light”, = gelb und entspricht 7 kg, Preis: 5,99 Euro

“medium” = grau und entspricht 10 kg, Preis: 6,99 Euro

“hard” = grün und entspricht 15 kg, Preis: 8,99 Euro

Zur Weiterleitung auf die Bezeichnung klicken.

Zur Erläuterung der Kiloangaben: Dehnt Ihr beispielsweise ein graues Theraband (10kg) mit einer Ausgangslänge von 50 cm auf 100 cm, dann entspricht die prozentuale Dehnung / Verlängerung 100 %. Eine Dehnung von 100% entspricht also 10kg.

Ich entschied mich für ein grünes und ein graues Band. Ich konnte schlecht einschätzen, was ich tatsächlich benötigen würde. Außerdem ist man so flexibler was die Auswahl der Kilo angeht. Man kann beide Therabänder auch gleichzeitig verwenden. Dadurch steigert sich die Zugkraft. Mit den oben angegebenen Preisen konnte ich gut leben. Hinzu kamen noch die Versandkosten von 3,95 Euro. Alles in allem standen 19,93 Euro zu Buche. Damit befinden sich die Bänder im unteren Preissegment.

Tüte Decathlon
Große weiße Tüte, fette Schrift

Zwei Tage warten und eine große Plastiktüte flatterte ins Haus. Auf dieser steht groß “Decathlon”. Diese fällt im Gegensatz zu den Therabändern sehr riesig aus. Das geht auch kleiner, aber gut, das ist meckern auf hohem Niveau. Die Bänder sind wiederum verpackt und sie ziert eine Banderolle aus Pappe. Aufgedruckt auf dieser sind alle wichtigen Daten. Aus der Hülle befreit, war um ein Band noch eine weitere Banderolle um das andere nicht.

Theraband_verpackt_vorn
Verpackt mit allen relevanten Daten
Theraband_verpackt
Auch die Rückseite zieren Daten
theraband_zusammengerollt
Eingeschnürt und befreit

Der erste Eindruck

Ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass mir beim öffnen ein Gummi/Latexduft entgegen strömt. Dem war aber nicht so. Ein erster Geruchstest ergab nichts. Hier war ich positiv überrascht. Um die kompletten Therabänder liegt eine sehr dünne Talgschicht, die man aber nicht sieht, nur fühlt. Das ist aber nichts ungewöhnliches. Nach zwei- bis dreimaligem Gebrauch ist diese verschwunden.

Auf den jeweils oberen Enden sind die Herstellennamen aufgedruckt. Einmal “oxylane” und auf der anderen Seite “Domyos”. “Domyos” ist eine Decathlon-Eigenmarke. Zu “oxylane” habe ich bei der Suche nicht so viel gefunden. Meine Recherche hat mich allerdings immer wieder zu “Decathlon” geführt.

Theraband_oxylane
„oxylane“ in kleinen Lettern

Ich habe es mir auch nicht nehmen lassen nachzumessen. Es ergaben sich aber keine Überraschungen. Hier passen alle Maße zu den Angaben. Ehrlich gesagt hätten mich andere Ergebnisse verwundert. Die wenigen Millimeter Unterschied in der Länge resultieren daraus, dass die Bänder durch das aufwickeln noch ein paar Falten haben.

Der erste Eindruck hat mich nicht enttäuscht.

Messung_Band_grün
Passt auf den Millimeter
Messung_Band_grau
Auch hier keine Überraschung
Messung_Band_grau_grün
Auch die Länge ist wie angegeben

Im Einsatz

Ich habe sie jetzt seit knapp 3 Wochen im Einsatz und mittlerweile nicht mehr nur als Unterstützung zur Krankengymnastik. Sie haben sich zu einem Allround-Fitnessgerät gemausert. Ich trainiere damit sämtliche Körperregionen, unterstützend für das Stabitraining.

Therabänder_verknotet
Lassen sich leicht wieder lösen

Sie lassen sich gut handhaben. Die Knoten, die bei manchen Übungen erforderlich sind, lassen sich leicht und ohne große Anstrengung wieder lösen. Einzig der unangenehme Gummi/Latexgeruch tritt im Gebrauch nun doch auf und legt sich um die Hände. Auf Nachfrage bei Sebastian, der sie schon länger im Einsatz hat, gibt sich das ein wenig, verschwindet aber nie ganz. Er sagte aber auch, dass die Gerüche auch bei teureren Therabändern auftreten. Also ist das nicht nur ein “Phänomen” in diesem Preissegment.

Ich habe beide Stärken im Einsatz. Bei einigen Übungen kombiniere ich sie auch miteinander. Für jemanden der gerade erst damit beginnt sich mit dem Kraft- und Stabitraining zu beschäftigen, reicht meiner Ansicht nach ein gelbes und graues Band. Wenn jemand schon ein paar Jahre Erfahrung mit Kraft- und Stabitraining hat, wird ein gelbes Band nicht mehr ausreichend sein. Dieses kann man aber, wie schon erwähnt, mit den anderen verwenden.

Fazit

Ich musste mich eines besseren belehren lassen. Therabänder sind mehr als nur ein “Krankending”. Man kann damit vielfältig und alle Körperregionen unterstützend trainieren. Bis zu einem gewissen Punkt kann man sich damit auch reinem Muskelaufbau widmen. Ein Fitnessstudio, wenn man mit Gewichten trainieren möchte, ersetzen sie aber, meiner Meinung nach, nicht. Dafür sind sie auch nicht gedacht.

Ich konnte an den Bändern von “Decathlon” nichts negatives feststellen. Einzig der unangenehme Geruch fällt hier ins Gewicht.

Ich kann jedem, der zuhause trainiert und mehr für die Stabi tun möchte Therabänder ans Herz legen. Es müssen nicht die teuersten am Markt sein. Der einzige Unterschied ist tatsächlich nur der Preis. Das Verhältnis zwischen Kosten und Leistung bei diesen Bändern stimmt hier in allen Aspekten.

Im folgenden Link findet ihr eine Anleitung zu Übungen mit denen ihr sofort loslegen könnt. Die hinterlegte PDF könnt ihr problemlos ausdrucken.

Übungen mit dem Theraband >>> Hier klicken.

Danksagung

Ich bedanke mich bei Sebastian, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand und meine Fragen mit Geduld beantwortete. Und auch bei Frederic für seine Unterstützung.


Transparenz

Die Therabänder wurden mir von „Decathlon“ nicht zur Verfügung gestellt. Der Bericht entstand aus freien Stücken. Auch Sebastian und Frederic stehen in keiner Verbindung zu „Decathlon“.

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1 Kommentar zu „Test – Elastikband von „Decathlon““

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