Gipfelkreuz

Der Berg ruft – Das Gipfelkreuz naht

Der Berg ruft – Das Gipfelkreuz naht

Nach viel zu vielen Beiträgen über Verletzungen, Depression, Wettkampfabsagen, schlechter Laune und einem betrübten Gesicht, ist es mir eine Freude endlich mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben die pures Glück ausstrahlen. Zumindest werde ich versuchen etwas Optimismus und Strahlen in diesen Beitrag zu bringen.

„Jede Zelle meines Körpers ist glücklich…“ *sing

Ich war Laufen – Ansich nichts besonderes. Zweimal in den letzten 7 Tagen – Auch nicht die Welt. Weniger als 10 Kilometer – Ein Katzensprung. Aber es scheint wie der Aufbruch in eine fast neue Welt, in eine Welt die zwar nicht in Vergessenheit, aber für längere Zeit im Dunklen lag. Schuhe anziehen, Shirt überstreifen, selbst die Suche nach dem Satelliten der Uhr wird zum Erlebnis und fühlt sich an wie heimkommen. Die ersten Schritte, die ersten Kilometer ohne ein Meckern das Körpers, ohne irgendwelche Signale die andeuten – “Mach langsamer.” “Es ist nicht richtig was du tust.” Es war wie ein kleines “Runners High”. Das Ohr vernahm nichts. Stille. Wundervolle Stille. Es fühlte sich richtig an, es fühlte sich gut an. Innerlich hab ich gejubelt, ich habe geschrie’n, ich habe mich glücklich gefühlt. Der ganze Kerl hat gekribbelt. Wochenlang habe ich auf diese Momente gewartet, habe gehofft und gebangt, musste kleine Rückschläge einstecken, habe an mir und meinem Körper gezweifelt, hatte die Schuhe gedanklich schon verstauben sehen. Aber dieser Moment hat mich entschädigt und mir abermals gezeigt, dass ich einfach Laufen möchte und will.

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Mensch-Roboter – Voll unter Strom

Irgendwo muss jetzt noch ein Aber lauern und das tut es auch. Über den Berg bin ich noch nicht, das habe ich gestern bei der Krankengymnastik zu spüren bekommen. Bei ein paar Übungen jaulte ein kleiner Schmerz im Knie, genau an dieser Stelle wo er nicht sein dürfte. Auf der kleinen Runde Abends war da allerdings nichts mehr. Wieder Ruhe. Die nette Dame in der Physiotherapie zeigte mir noch ein paar Übungen, die ich zur Stärkung der Knie machen kann/ soll. Ein paar Klicks später und auch Dank hilfreicher Beratung über Twitter war ich auch um zwei Therabänder reicher, die mich auf dem Weg zurück zur Straße unterstützen sollen.

Zur Zeit acker ich mich auch durch den Wälzer von Kelly Starrett – “Ready to run” und musste hier schon an einigen Passagen feststellen, dass ich bei weitem nicht genug tue um verletzungsfrei zu werden und dann auch bleibe oder anders gesagt – ich könnte noch mehr tun. Viele Stellen haben mir die Augen geöffnet und mich zu einem Umdenken bewegt. Manche Übungen mache ich nun täglich. Ich achte auf die Ratschläge im Buch. Andere Gangart etc. alles in der Hoffnung das dies noch das Quäntchen oder sogar der Quantensprung ist der zum verletzungsfreien Laufen fehlt.

Ob das auf fruchtbarem Boden wächst lässt sich erst mit der Zeit feststellen. Ich hoffe aber irgendwann einen Läufer zu „ernten“ der ohne Meckern, Wehwehchen und Zipperlein über die Straßen rennt.

Heute Abend, 21 Uhr, steht noch ein MRT-Termin auf dem Plan. Vielleicht bringt er an’s Licht was mich da zwickt. Eine Diagnose würde ich mir wünschen, sonst hängt da immer diese Frage im Hinterkopf – „Was hat mich da gequält?“ „Kommt es wieder?“ – Weil, irgendwas ist da. Die Gymnastik gestern hat es gezeigt.

Ich befinde mich noch im Aufstieg. Über den Berg bin ich nicht. Das Gipfelkreuz sehe ich aber. Es leuchtet schon im Licht.

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