„Leitfaden für Ersttäter“ oder „Ich will doch nur heilen.“

1.2.3.

„Leitfaden für Ersttäter“ oder „Ich will doch nur heilen“

Einen Menschen heilen heißt, ihm den verlorenen Mut wiederzugeben.

(Phil Bosmans)

Verletzungen, egal welcher Sorte, keiner hat sie gern, keiner braucht sie und wir hoffen, dass wir keine bleibenden Schäden davontragen. Sie berauben uns unserer Freiheit, unserem liebsten Hobby – oftmal auch darüber hinaus. Die Stimmung drückt stark auf’s Gemüt. Wir sehen plötzlich überall Läufer/ Sportler, schönes Wetter – Laufstrecken lächeln uns an. Sie scheinen uns anzuschreien – “BENUTZ MICH. LAUF MICH”. Es ist wie mit dem Schwanger sein, oder dem Autokauf. Plötzlich sieht man nur noch Schwangere, Babys oder das Auto der bestimmten Marke. Unsere Gehirn spielt uns Streiche.

Ärzte ohne Grenzen

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Es ist leider auch oftmals unvermeidlich einen Arzt zu kontaktieren. Wir wollen ja schließlich wissen, was uns da plagt und wie wir dieses Unheil schnellstmöglich wieder loswerden. Wenn wir die Telefonnummer nicht schon im Kopf haben, wälzen wir Telefonbücher oder stürzen uns in die weite Welt des Internets. Haben wir uns durch endlose Anzeigen und Einschätzungen, von selbsternannten Krititkern, gewälzt, sehen wir die Welt vor lauter Bewertungssternen nicht mehr. Da schwanken die Kritiktexte von “Der absolute Halbgott in weiß. Hat mich nur mit seinen Blicken geheilt.” bis hin zu “Der wollte mir das Bein abnehmen, obwohl ich was mit der Schulter hatte.” Also, “Welcher Arzt ist nun der richtige für mich und mein Anliegen?”. Die Portale helfen da nur geringfügig. Wir fragen im Freundes- und Bekanntenkreis, hoffen da auf Erleuchtung – die leider in den seltensten Fällen kommt. Irgendwann, nervlich am Ende, stehen wir wie der Ochs’ vor Tor. Wir müssen uns entscheiden. Vielleicht hilft es hier einen auf Phil “The Power” Taylor zu machen. Wir heften alle Ärzte, die uns nicht die Beine abnehmen wollen, an eine Wand und schießen mit Dartpfeilen darauf – Entscheidung getroffen. Oder wir suchen uns einen wundervollen Kinderreim und machen “Ene Mene Muh”. Wie auch immer man seine Wahl trifft, irgendwann steht die Entscheidung und man wählt die Nummer.

Von Terminen und Gehirnwäsche

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Wenn man bereits das große “Glück” hat einen Arzt des Vertrauens sein eigen nennen zu dürfen, dem wird der vorhergehende Abschnitt nur ein müdes Lächeln abringen. Leider zeugt das auch davon, dass man wohl schon einige Versuche unternommen hat den passenden Heiler zu finden und auch, dass man von Verletzungen nicht verschont geblieben ist. Allen Ersttätern möchte ich damit natürlich keine Angst machen. Der nächste Abschnitt wird den Erstgenannten auch vertraut vorkommen, den Rest möchte ich vorbereiten. Euer Gehirn wird euch bei einigen Dinge gehörig einen Streich spielen, gerade wenn man den Besuch beim Doktor öfter antreten muss.

Man klebt also am Telefon, hat die Nummer gewählt und wartet auf’s Freizeichen. In vielen Fällen hört man dieses auch. Dann klingelt es und klingelt und klingelt und klingelt… man hört dieses “Tuuut… Tuuut… Tuuut” noch ewig, es hallt noch Stunden im Kopf nach. Es verfolgt einen. Man kann sich dessen nicht entziehen. Man hat das Gefühl in Praxen klingeln die Telefone anders. Dieses monotone Signal dringt tief bis ins verwurzelte Gehirn ein, sucht sich seinen Platz und nistet sich da fest – auf Ewigkeiten. Aber irgendwann knarzt es in der Leitung und eine freundliche Stimme meldet sich, sie nennt den Namen der Praxis und dann folgt Stille, man ist am Zug. “Ich hätte gern einen Termin bei Herrn/Frau Doktor Sowieso.” Jetzt kommt das unausweichliche. Darauf wird man nicht vorbereitet. In keiner Schule. Nur das Leben kann einem das lehren. ACHTUNG, jetzt kommt es. Gegenfrage am anderen Leitungsende: “Wie sind sie versichert?” Die, die diesen Satz leider schon öfter hören mussten leiern jetzt die Augen. Jene, die diese Worte zum erstenmal hören sind verunsichert. Man kommt ins straucheln: “Wie, was versichert? Ich bin im ADAC, Goldmitglied, wollen sie das wissen?” “Ich will wissen wie sie versichert sind?” und dann beginnt es zu dämmern. Da war doch mal was mit “Zwei-Klassen-Gesellschaft”. Der Kopf wird warm, wenn man nicht schon sitzt möchte man dies nun am liebsten tun. Man ringt sich ein “Gesetzlich” (alle anderen hören jetzt hier auf mit lesen :)) raus und schämt sich fast dabei. Und hätte man nicht schon genug erlebt, kommt nun der wahre, der echte Dampfhammer. “Wir hätten da was in 3 Monaten.” “Was in 3 Monaten? Zur Nachkontrolle?” “Nein, der erste Termin ist frei in 3 Monaten.” Die, die schwach besaitet sind brauchen nun kühle Luft und eine schallende Ohrfeige damit sie nicht denken sie träumen. Der Mund trocknet aus, steht er doch minutenlang offen. (Daniel hatte dazu auch schon einen schönen Abschnitt geschrieben)

Wände, Farben, Gesichter

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Ihr denkt ich übertreibe? Niemals würde ich das tun.

Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass man sich auf einen Termin geeinigt hat und er nun endlich ansteht, wenn man bis dahin nicht vergessen hat das man verletzt ist oder sich das Problem von selbst erledigt. Da steht man nun vor dieser Praxis, öffnet die Tür und sofort weht einem dieser Duft entgegen. “Eau de Arztpraxis” könnte man ihn taufen. Man kann es nicht beschreiben, schon gar nicht weiß man wie er sich zusammensetzt. Es liegt ein Hauch von Hoffung, Angst und Niedergeschlagenheit in der Luft, gepaart mit Aggressivität. Man nähert sich der Theke, der Kopf gesenkt, hält die Plastekarte in der Hand, schämt sich abermals, “Ja, ich bin die 2. Klasse.”, sagt seinen Namen und wird des Platzes verwiesen. “Ab auf die Strafbank.” Da trottet man nun, die Füße schlurfen über den Boden, Richtung Wartezimmer. Eine erste Beklemmtheit stellt sich ein. Höflich wie man erzogen ist, werden die Umsitzenden freundlich gegrüßt. Ein Stimmengemurmel brandet auf, oder auch nicht, und ebbt in sekundenschnelle wieder ab. Der umherirrende Blick versucht einen freien Platz zu finden. Beobachtet von “hundert” anderen Augen. Da sitzt man nun, wenn man Glück hat, links 3 cm zum Nachbarn, rechts 3 cm zum Nachbarn. Man kommt sich vor wie auf einer Strafbank. “DU BIST VERLETZT. RAUS. AB AUF DIE BANK.” Man lässt den Blick schweifen, schaut in andere Gesichter, sucht verzweifelt ein Lächeln. Die Augen versuchen sich zu orientieren “Gibt es einen Fluchtweg?” Keine Entkommen. Man ist gefangen.

Vier Wände. Je länger man sitzt, umso näher rücken sie. Menschen kommen und gehen. Alle sehen irgendwie gleich aus. Die Zeit muss totgeschlagen werden. Der Raum wird erkundet. Wie stellt sich so ein Raum dar? Wände, klar, tapeziert mit Glasfasertapete, robust. Wenn nicht gerade frisch renoviert wurde, hängen an den Außenecken schon die ersten Fetzen lose. Gelegentlich ist hier auch ein Kantenschutz aufgebracht, bevorzugt in transparentem Kunststoff. Farblich schöpfen die Designer hier aber aus dem vollen Repertoire. Ein helles gelb oder ein helles grün, was anderes scheint es in der Wartezimmerfarbkarte nicht zu geben. Anmutende Namen wie “Hoffnungsloses Grün” oder “Niedergeschlagenes Gelb” könnte man ihnen geben. Ab und zu trifft man auch auf klassisches Weiß. Dieses Weiß ziert dann ein durchgehender Streifen in schwarz/ grau. Erzeugt vom jahrelangen scheuern der Stuhllehnen. Durchbrochen werden die gewagten Farbtöne durch Bilder. Bevorzugt werden hier Kunstdrucke, Bilder mit Blumen, Landschaften oder es hängen Gemälde oder Fotos eines ortsansässigen Künstlers aus. Nichts worauf man seinen Blick verweilen lassen möchte. Ein Wartezimmer ist kein Designkunstwerk. Man könnte noch lesen, also wird der Zeitschriftenständer gesucht. Abgegriffene, zerfledderte Illustrierte findet man da. “Super Illu”, “Closer”, “InTouch”, “InStyle”, “Auto Bild”, “Auto Motor Sport”, “Apotheken Umschau”, “Senioren Ratgeber”. Wenn man wissen will, was im letzten Dschungelcamp ekelhaftes gegessen wurde, der darf gern darin blättern. Ein lustiges Sammelsurium aus Magazinen die, wenn man danach fragt, nie einer zugeben würde zu lesen. Wenn man noch einen Funken Hoffnung in sich hatte, dass der Aufenthalt kurzweilig werden könnte, spätesten nun ist er erloschen. Also sitzt man weiter die Zeit ab und fühlt sich beklemmt, wie eine Sardine in der Büchse. Tick, Tack. Die Zeit verrinnt im Schneckentempo.

“Der/ Die Nächste, Bitte”

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Irgendwann, nach schier endlosem Warten, ist man an der Reihe. Die Pobacken sind eingeschlafen. Das “Eau de Arztpraxis” hat einen komplett im Griff. Man wird in’s Behandlungszimmer geführt und muss hier weitere Minuten warten. Medikamentenwerbung, Give-Aways, Prospekte über Behandlungsmethoden, eventuell ein Skelett in der Ecke und man fragt sich unweigerlich: “Wie lang er wohl schon wartet?”.

Und dann kommt sie/er tatsächlich. Die Ärztin, der Arzt. Wochenlang hat man diesen Moment herbeigesehnt. Der erste Blick wandert auf die Hände. Hoffentlich keine Säge dabei. Man tauscht Nettigkeiten. Dann kommt die Frage der Fragen. “Wo drückt der Schuh?” oder ähnlich. Man beginnt zu erklären und dann sagt man es. Man muss es ja sagen, geht nicht anders, es gibt kein drumherum. “Kommt vom laufen.” oder “Ich bin Läufer/in.”. Jetzt müsst ihr auf’s Gesicht achten. Jetzt entscheidet sich ob ihr die richtige Arztwahl getroffen habt. Auch am Unterton in der Sprache kann man es erkennen. “Aha, vom Laufen.”

Hier könnte ich diese “kurze” Einleitung/ Geschichte enden lassen. Verletzungen sind wie ein Kreislauf. Vom Doktor wird man zu weiteren Ärzten geschickt, zum Physiotherapeuten oder, oder, oder. Aber man trifft auf die selben Menschen, die gleichen Wartezimmerwände, die abgenutzen Zeitschriften. Das Gehirn kann es nicht mehr unterscheiden Den Duft der Praxen trägt man, ähnlich wie das Läuten des Telefones, ewig mit sich rum. Ich hoffe ihr kommt nie in den Genuss dieser Erlebnisse und wenn doch, fasse ich die wichtigsten Punkte zusammen. Ich hole die Fakten zwischen den Zeilen zum Vorschein.

1) Wenn ihr tatsächlich einen Arzt aufsuchen müsst, übertreibt es am Telefon ruhig ein wenig oder ein wenig mehr. Ihr habt selbstverständlich unerträgliche Schmerzen. Das kann helfen eher einen Termin zu bekommen. Ihr könnt auch unangemeldet beim Doktor vorbei schauen. Die Wartezeit kann sich so aber ungeahnt verlängern, wenn ihr überhaupt drankommt.

2) Wenn ihr unangemeldet erscheint, vermeidet die Spitzenzeiten. Morgens ist oft ganz schlecht. Montagmorgen ist richtig ungünstig. Eventuell hat man Glück und man wird als Erster vor allen reingeschoben. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen.

3) Ihr werdet, in fast allen Fällen, gefragt wie ihr versichert seid. Ich habe es noch nicht getestet, aber man könnte lügen, am Telefon, und sagen – privat, aber ob das funktioniert weiß ich nicht. Hier eventuell von noch mehr Schmerzen erzählen. 😉

4) Sucht euch auf jeden Fall einen Arzt der was von dem versteht, was mit der Ursache der Verletzung zu tun hat. Bevorzugt einen Sportarzt der selbst diesen Sport betreibt. Hört euch um. Auch in Foren. Hier können natürlich die Internetportale helfen, auch wenn ich die ein wenig auf’s Korn genommen habe. 😉

5) Erscheint pünktlich. Vielleicht ist euch der Tag gnädig und ihr seit termingerecht dran. „Fünf Minuten vor der Zeit ist das Verletzten Pünktlichkeit.“ Ihr dürft nicht erwarten sofort an der Reihe zu sein, wenn ihr zu spät seit.

6) Bringt Zeit mit. Am Besten einen Tag frei nehmen oder krankschreiben lassen. Es ist möglich das ihr tatsächlich länger warten müsst. Es bringt euch nichts, wenn ihr unter Zeitdruck auf dem Stuhl umherrutscht und euch stresst. Nehmt euch Zeit dem Arzt zu erklären wo und wie die Verletzung entstanden ist. Ein guter Arzt fragt nach und erörtert mit euch gemeinsam.

7) Packt euch Lesestoff ein. Er werdet in den seltensten Fällen etwas finden, was auch die Zeit kurzweilig vertreibt. Ihr dürft natürlich auch auf dem Smartphone tippen. Achtet aber auf einen geladenen Akku. 😉 Ich persönlich lese lieber im Buch.

8) Steckt euch einen Snack in die Tasche. Keiner hofft das es ewig dauert, aber gerade wenn ihr unangemeldet erscheint, könnte ein Riegel o.ä. hilfreich sein.

9) Seit nett und freundlich, auch wenn ihr länger gewartet habt und genervt seid. Den Frust an anderen auszulassen hat noch keinem geholfen. Auch die Sprechstundenhilfen anzumaulen, wenn man endlich an der Reihe ist, bringt euch keinen Schritt weiter.

Ich gebe zu im oberen Text übertrieben zu haben. Natürlich. Ich habe mit Klischees gespielt und getanzt, aber so oder ähnlich könnte es geschehen. Sicherlich nicht so geballt und in diesem überspitzten Ausmaß. Aber Besuche dieser Art sind nie schön, sei es in einer durchgestylten Praxis oder in einer die in die Jahre gekommen ist. Wichtig sind die Menschen dahinter, man will schließlich schnell wieder auf die Beine kommen. Lasst euch nicht unterkriegen, blickt nach vorn – alles wird gut… irgendwann.

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10 Kommentare zu „„Leitfaden für Ersttäter“ oder „Ich will doch nur heilen.““

  1. Ich hatte ja bisher das Glück, nie sehr lange auf einen Arzttermin warten zu müssen (weder hier in Tübingen, noch im Großraum Gießen oder im Allgäu). Scheue aber auch nicht vor einer Zweitmeinung und besuche andere Ärzte. Aber das, was du beschreibst, kann ich natürlich gerade sehr gut nachvollziehen. Bin übrigens gesetzlich versichert 😉

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      1. Man wird ja zum Gesundheitspolitiker wenn man sich etwas einliest. Was man neben der Privat/GKV noch beachten muss ist wirklich wo man sich befindet. Meine Region fällt in Tests deutlich ab, was ich auch zu spüren bekomme.
        Je näher an einem Ballungsraum man ist, um so schneller klappt es überhaupt mit den Facharztterminen.
        Im ehm. Zonenrandgebiet ist man da eben… naja etwas rückständig 😉

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      2. Jetzt hast du mir schön eine mit der Zaunslatte übergebraten 😉 Muss ich mich doch mal auf Spurensuche begeben und die Statistiken für meine Region ausfindeig machen. Würde mich mal interessieren.

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  2. Hallo Eric,

    so jetzt hab ich mir das kleine Kunstwerk nochmals in Ruhe durchlesen. Einfach köstlich … gerade wenn man in diesem Kreislauf steckt ist so ein Text doch sehr aufmunternd. Danke vor allem für den Gag mit dem Skelett 😉

    Ansonsten kommt mir das alles schon sehr bekannt vor. Vor kurzem war ich wirklich so weit so etwas ähnliches aufzuschreiben. Gut dass Du es getan hast, ich wäre vllt. ungehaltener gewesen. Zumal ich nicht nur tuuuuut tuuuuut gehört habe, sondern inzwischen auch sehr oft tut tut tut tut tut … gefolgt vom Oberknaller, der Arztpraxis die mich offen abgewiesen hat (natürlich erst nach der Frage ob ich „Pirat“ versichert bin.

    Punkt 1-8 ziehe ich aber bald durch. Ich hab gestern einen Termin für 5.2. bekommen, das sind gradmal 2,5 Wochen. WOW!
    Punkt 1 sehe ich genau so, das hab ich jetzt gelernt. Bei 3. war ich auch zu ehrlich. Bei 7 würde ich vorschlagen eine Powerbank für Smartphone & Co. mitzunehmen aber Punkt 8. ist wirklich der Beste 🙂

    Bleib weiterhin dran … eines hat der Mist, er ist sehr unterhaltsam 🙂

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    1. 2,5 Wochen? Mensch, da kannst du dich bald schon ins Wartezimmer setzen das du pünktlich dran bist 😉 vergiss aber Punkt 8 nicht. Abgewiesen wurde ich auch schon, wurde aber vorher nicht gefragt wie ich versichert sei, man sei voll. Kann ja sein. Ich hoffe für dich das diese Martyrium bald ein Ende hat und es dann für lange Zeit kein Thema ist.

      Aber du hast Recht, so gibt es immer was zu lachen… über ein eigentlich trauriges Thema.

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  3. Bei uns in Österreich scheint es ja ein bisschen anders zu sein. Natürlich gibt es da auch private und nicht private Praxen, aber jeder der ein bisschen zu viel Geld in der Tasche hat kann zu einem privaten Arzt gehen und sich behandeln lassen. Kostest halt mehr als wenn man eine passende (private) Versicherung dafür hat. Der Unterscheid scheint aber genauso wie in Deutschland gewaltig. Angefangen von Wartezeit bis zur Zeit die sich der Arzt für deine Bedürfnisse nimmt. Aber das alles beste und günstige ist wohl in erster Instanz gar nicht verletzt zu sein. Sagt sich relativ leicht… 🙂

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    1. Da muss ich doch direkt mal einen guten Freund in Österreich fragen, was er so für Erfahrungen im Nachbarland gemacht hat. Aber auch wer in Deutschland zu viel Geld hat muss bei keinem Arzt warten. Er holt ihn sich einfach Hause. 😀 Aber das Beste ist immer noch gesund bleiben.

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  4. Ich gebe beschämt zu, dass ich Privat bin… aber ich habe mir das schlechte Gewissen abgewöhnt, da ich wirklich „gut“ dafür löhne 😉 Ich finde es dennoch gut, das mein Doc bei Wartezeiten IM Wartezimmer keinen Unterschied zwischen Privat und Gesetzlich macht, ich gebe auch zu, dass ich es genieße einen MRT-Termin innerhalb von 3 Tagen zu bekommen…Im Moment bin ich befangen, denn ich weiß nicht, was aus den Maßnahmen, die mein Orthopäde da gerade mit mir macht, nur aus dem „schlechten Gewissen“ heraus passiert *lach*… oder was aus schnödem Mammon… Sicherlich eine Mischung aus beidem!
    Deinen Leitfaden kann ich aber gut nachvollziehen.Bin ich ja nicht immer schon „Privat“ 🙂
    Und als gesetzlich Versicherter musst du dich auch nicht fragen, ob der Ultraschall, den er jetzt macht nur dazu da ist, weil man es gut abrechnen kann usw. 😉 Kein Nachteil ohne Vorteil …
    Ich wünsche dir gute Besserung…

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    1. Ein schlechtes Gewissen musst du nun wirklich nicht haben. 😉 wer würde nicht gern in den Genuss kommen. Genieße es und wenn du dadurch schneller wieder auf die Beine kommst – umso besser. Auch wenn jeder Arztbesuch, ob nun privat oder gesetzlich nie schön ist. Danke dir 😊

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