My #waytoberlin

Lang ist der Weg und steinig.

Unter diesem Motto könnte mein Weg nach Berlin stehen. Aber ich muss hier etwas in die Vergangenheit gehen.

Letztes Jahr, auf dem Höhepunkt der Euphorie und Glücksmomente, entschied ich mich das Los in den Topf zu werfen und in der Hauptstadt an den Start gehen zu wollen. Schon beim ersten Versuch war die Fee auf meiner Seite und prompt hatte ich den Startplatz sicher. Tja, und es kam wie es kommen musste. Kaum das Ticket in der Tasche zog ich mir eine Verletzung an der Achillessehne zu. Bis Februar diesen Jahres konnte ich keinen Fuß vor den anderen setzen, zumindest nicht im Lauftempo.

Berlin sollte nicht der erste Marathon sein. Bevor die Verletzung mich Schach Matt setzte war noch ein Marathon im Frühjahr geplant. In Leipzig oder beim OEM sollte die Premiere stattfinden. Den OEM strich ich schnell. Im Anflug von Hoffnung meldete ich mich in Leipzig an, auf HM-Distanz. Laufen konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Bis Mitte Februar setzte ich auf aktive Erholung. Radfahren, Krafttraining. Nach tausenden Wiederholungen Fersenheben fühlte ich mich fit und der Zeitpunkt um wieder ins Training einzusteigen war gekommen. Langsam wie ein Anfänger, bestanden die ersten Einheiten aus Gehen und Laufen im Wechsel. Vorsichtig steigerte ich die Umfänge. Bis Ende März waren 7km drin, im Laufschritt. Zu diesem Zeitpunkt war klar, bis zum 19.04.2015, ist kein HM drin. Ich meldete später auf 10km um und lief diese in 52:17 Minuten.

Ab sofort lag der komplette Fokus auf Berlin. Bis zum endgültigen Einstieg in den Trainingsplan wollte ich an der Grundlagenausdauer arbeiten. So weit so gut. Leider bremsten mich immer wieder kleinere Wehwehchen aus. Einmal hatte ich eine Reizung am Fuss, so das ich die Umfänge zurück fahren musste. Ein anderes mal musste ich mich wegen Schmerzen in der Hüfte in Behandlung begeben. Alles in allem lief es absolut unrund.

Aber irgendwann Mitte, Ende Juni platze der Knoten. Die Einheiten liefen rund. Beschwerden während und nach dem Lauf bleiben aus. Viel Zeit war bis dahin auf der Strecke geblieben. Die Umfänge mussten nach oben. Ich steigerte. Die Formkurve zeigte nach oben. Ich lies es geschehen. Ging bis Mitte Juli auf ca. 50 Wochenkilometer hoch. Eigentlich noch zu wenig, aber ganz übertreiben wollte ich nicht.

Zwischenzeitlich hatte ich mich noch für den 11. Dresdner Parkhauslauf (Distanz, HM) gemeldet. Am 01.08.2015 lief ich diesen mit 02:04:14 Std. ins Ziel. Kurz zuvor begann Steffnys Plan für Sub 4. Mittlerweile befindet sich dieser in Woche sechs und es läuft gut, wage ich vorsichtig zu sagen. Ich kann die vorgegebenen Einheiten laufen, meist etwas darüber hinaus. Jetzt kommt das große ABER. Das Gefühl kurz vor einer Verletzung zu stehen begleitet mich jedesmal. Mal zwickt es hier, mal meckert die Sehne, mal zieht die Wade, mal rumort es in der Hüfte. Kraftsport, Lauf-ABC, Blackroll, Dehnen all diese Dinge sind für mich enorm wichtig geworden um vorzubeugen, um den Kopf frei zu bekommen und nicht ständig an die nächste Verletzung zu denken.

Alles in allem bin ich dieses Jahr, seit Februar, nur knapp 800km gelaufen. Viel zu wenig. Mir fehlen die langen Läufe und die Zeit bis Tag X schwindet. Ich versuche mit frohen Gedanken in die restliche Zeit zu gehen und es geschehen zu lassen.

Einen Startplatz in Berlin gibt man nicht so schnell auf. 🙂

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